Diagnose entzündlich-rheumatische Erkrankung

Was nun?

Ihr Arzt hat bei Ihnen die Diagnose chronisch-entzündliche Hauterkrankung gestellt. Nun steht Ihre Welt vermutlich Kopf und Sie fragen sich: Was bedeutet das für mich und wie wird sich mein Leben nun verändern?

Die Diagnose einer wahrscheinlich lebenslangen Erkrankung wiegt schwer. Sich in diese neue Situation einzufinden, braucht Zeit. Gefühle wie Angst, Wut und Trauer sind normal, lassen Sie sie also ruhig zu. Oft hilft es, mit dem Partner oder einem guten Freund darüber zu sprechen. Möchten Sie mit Ihren Gedanken erst einmal allein sein, ist das genauso in Ordnung. Wichtig ist, dass Sie jetzt das tun, was Ihnen gut tut.

Vielleicht fragen Sie sich schon länger, was mit Ihrer Haut los ist. Endlich zu wissen, was der Grund für Ihre Beschwerden ist, kann daher manchmal auch erleichternd sein. Und es gibt eine weitere gute Nachricht: Meist ist die Diagnose der erste Schritt, um gemeinsam mit Ihrem Arzt eine wirksame Therapie zu finden, die Ihre Beschwerden dauerhaft lindert.

Werden Sie zum Experten für Ihre Erkrankung

Wissen hilft – besonders wenn es darum geht, sich mit einer neuen Lebenssituation vertraut zu machen. Je mehr Sie über Ihre Erkrankung wissen, desto besser verstehen Sie, warum Ihr Arzt Ihnen eine bestimmte Therapie empfiehlt und was Sie selbst für Ihr Wohlbefinden tun können. Werden Sie also zum Experten für Ihre Erkrankung!

Ihr Haus- oder Hautarzt hat Ihnen sicherlich bereits erste Informationen über Ihre Erkrankung gegeben. Auch unter Therapiegebiet können Sie nochmal in Ruhe nachlesen, was sich genau hinter Ihrer Diagnose verbirgt und wie die Erkrankung in der Regel verläuft.

Alles unter Kontrolle: ihre Therapie

Medikamente können den Verlauf einer chronisch-entzündlichen Hauterkrankung heute wirksam kontrollieren. Ihr Arzt hat Sie daher ausführlich über die möglichen Therapien beraten und gemeinsam mit Ihnen einen Therapieplan aufgestellt. Die akute Behandlung soll dabei die Beschwerden eines aktuellen Krankheitsschubs lindern. Die Basistherapie wiederum hat das Ziel, erneute Schübe und somit auch Komplikationen oder bleibenden Schäden vorzubeugen.

Welche Medikamente Ihr Arzt Ihnen für die Basistherapie verordnet, hängt von Ihrer genauen Diagnose, der Krankheitsdauer, dem Stadium und dem Grad der Entzündungsaktivität sowie von eventuellen Begleiterkrankungen ab. Zu der neuen Generation von Basismedikamenten gehören sogenannte Biologika. Sie dämpfen gezielt die Aktivität bestimmter Entzündungsbotenstoffe oder entzündungsfördernder Zellen des Immunsystems.

Zunächst ist es vermutlich ungewohnt für Sie, regemäßig eine Therapie durchzuführen. Doch für ein möglichst beschwerdefreies Leben ist es sehr wichtig, dass Sie Ihre Medikamente genau wie verordnet anwenden. Setzen Sie Ihre Medikamente keinesfalls einfach ab. Wenn Sie Fragen oder Bedenken zu einem Präparat haben, wenden Sie sich an Ihren behandelnden Arzt. Gemeinsam können Sie eine Lösung finden und Ihre Therapie bei Bedarf so anpassen, dass Sie zu Ihrem Leben und Alltag passt.

Den Alltag meistern

Besonders wenn Ihre Symptome für andere sichtbar sind, kann Ihre Erkrankung Sie sehr belasten. Mit einigen hilfreichen Hautpflege-Maßnahmen und der richtigen Einstellung können Sie den Herausforderungen der Erkrankung jedoch aktiv begegnen und Ihr Wohlbefinden deutlich steigern. Auch mit einer ausgewogenen Ernährung, regelmäßiger Bewegung und gezielten Entspannungsübungen können Sie positiv auf den Verlauf Ihrer Erkrankung einwirken. Mehr Tipps, wie Sie den Alltag mit einer chronisch-entzündlichen Hauterkrankung meistern können, finden Sie unter Mein Leben.

Ihr persönliches Unterstützungsnetzwerk

Die Experten an Ihrer Seite:

  • Ihr Hausarzt ist Ihr erster Ansprechpartner in allen Gesundheitsfragen.
  • Ihr Hautarzt ist Ihr Spezialist zu allen Fragen rund um Ihre Haut-Erkrankung und Therapie.
  • Bei Bedarf wird Ihr behandelnder Arzt Sie zu einem weiteren Facharzt überweisen, um eventuelle Begleit- oder Folgeerkrankungen zu behandeln.
  • Ein Ernährungsberater kann Ihnen Tipps zu einer entzündungshemmenden Ernährung geben.
  • Fühlen Sie sich durch Ihre Haut-Erkrankung belastet, kann eine Psychotherapie dazu beitragen, dass Sie Ihr inneres Gleichgewicht und Ihre Lebensfreude wiederfinden.

Gemeinsam stark: Partner, Familie und Freunde

Sich Kummer vom Herzen zu reden und Unterstützung zu erfahren, kann sehr erleichternd sein. Vor allem nahestehende Personen möchten Ihnen sicher gerne helfen und haben ein offenes Ohr für Sie.

Nützliches

Holen Sie sich digitale Unterstützung für Ihren Alltag: Apps erinnern Sie an Ihre Medikamenteneinnahme, dokumentieren Ihren Erkrankungsverlauf oder geben Ihnen regelmäßig Fitnesstipps.

Die folgenden Organisationen bieten Informationen und praktische Hilfen rund um das Leben mit einer chronisch-entzündlichen Hauterkrankung:

Deutscher Psoriasis Bund e.V. (DPB)
Seewartenstraße 10
20459 Hamburg
www.psoriasis-bund.de

Psonet – Regionale Psoriasisnetze in Deutschland
Martinistrasse 52
20246 Hamburg
www.psonet.de

Was erleichtert das Arbeitsleben mit einer chronischen Haut-Erkrankung? Tipps und Tricks.

Bleiben Sie auf dem Laufenden. Hier finden Sie Termine rund um Ihre Erkrankung.

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