Ein gutes Arztgespräch

Meine Denkanstöße für dich

Lesezeit ca. 2 Min.

Du bist jung, hast Beschwerden und keine Ahnung, wo sie herkommen? Dann ist der erste Schritt, zum Arzt zu gehen. Aber gerade bei eher ungewöhnlichen oder oft unsichtbaren Erkrankungen, wie in meinem Fall Morbus Bechterew, ist es oft gar nicht so einfach ein passendes Match unter den Ärzten zu finden – Jemanden, der sich auskennt und einen auch auf zwischenmenschlicher Ebene versteht. Für das optimale Prozedere und damit du hoffentlich schnell zu deiner Diagnose oder deinem Ziel (andere Medikation, Sorgen klären etc.) kommst, möchte ich dir hiermit ein paar Denkanstöße mit auf den Weg geben.

Meine Denkanstöße für dich

  1. Werde dir bewusst, was du exakt möchtest oder was deine Beschwerden sind. Formuliere dementsprechend einen klaren Gedanken und achte auf einen roten Faden in deiner Story. Auch wenn sich Quellen ein wenig unterscheiden, zeigen sie doch alle, dass Ärzt:innen ihre Patient:innen relativ schnell unterbrechen um Nachfragen zu stellen. Mein Tipp: Habe deswegen das Wichtigste kurz und knapp parat.
  2. Führe ein Tagebuch, wann Beschwerden auftreten (bei Nacht, bei Belastung, immer Nachmittags…), welchen Charakter sie haben (z.B. stechende, dumpfe, pulsierende Schmerzen), wie stark sie sind und wodurch sie beeinflusst werden (Besserung durch Medikamente, Bewegung) - Das gibt deinem Arzt oder deiner Ärztin einen objektiven Überblick über die aktuelle Situation.
  3. Stehe für dich ein. Ärzt:innen sind auch nur Menschen. Sie wissen nicht immer alles oder haben mal einen schlechten Tag. Wenn du nicht ernst genommen wirst, sage deutlich, was du dazu denkst, oder suche dir einen anderen Arzt.
  4. Nimm eine Begleitperson mit, die dich unterstützt und weiteren Input liefern kann.
  5. Versuche nicht, stark zu sein. Das ist etwas, was ich auf die harte Tour lernen musste. Niemand erkennt von außen, wie schlecht es dir geht, wenn du über die Schmerzen hinweg gehst. Wenn du Unterarmgehstützen brauchst, komm mit diesen in die Praxis. Wenn du weinen musst, weil die Beschwerden nicht aushaltbar sind oder dich das Thema belastet, dann darfst du das auch zulassen und zeigen.
  6. Bring alle Vorbefunde mit. Ob Blutwerte, MRT’s, Röntgen, Briefe und Meinungen von anderen Ärzt:innen… Je mehr desto besser, denn je mehr Blickwinkel das ganze Bild beleuchten, desto leichter ist es, eine Diagnose zu stellen.
  7. Frage bei Unklarheiten immer nach. Es ist der Job der Ärzt:innen, dir Fragen zu beantworten und Unverständliches zu erklären. Einige der Fragen könnten zum Beispiel sein: Was ist meine Erkrankung? Was bedeutet das jetzt für meinen Alltag und Gewohnheiten (Kann ich weiterhin XY machen, Alkohol trinken etc.)? Was für Nebenwirkungen können meine Medikamente haben? Was kann ich tun, um Besserung zu erzielen? Was bedeutet das für meine Zukunft und welche prophylaktischen Maßnahmen kann ich ergreifen? Und nicht zu vergessen: Wo kann ich mehr Informationen zu dem Thema erhalten?

Blogs von Lynne

Podcast mit Lynne und Rheumatologischen Fachassistent*innen

Podcast mit Lynne und Rheumatologischen Fachassistent*innen (Teil 1): Die (Erst)Diagnose – Welche Rolle spielen RFAs? Was machen eigentlich Rheumatologische Fachassistent*innen (RFAs)? Die beiden Vorsitzenden des Fachverbands, Ulrike Erstling und Patricia Steffens, geben in dieser Podcastfolge einen Einblick in den Beruf und zeigen im Gespräch mit Patientin Lynne auf, wie RFAs besonders für Neudiagnostizierte eine Stütze sein können.

618a884d057ef800132e9b57/62972b559842c00012d6a841

Podcast mit Lynne - Ninja Warrior

Rheuma und Leistungssport: Meine Erfahrung in der Show „Ninja Warrior Germany“ – Wie rufe ich als chronisch Beeinträchtigte meine Leistung auf Knopfdruck ab?

618a884d057ef800132e9b57/61d816e31b3e7a001270aba0

Podcast mit Lynne - Unverständnis

In diesem Podcast teilt Lynne ihre Erfahrungen, wie sie mit Unverständnis gegenüber ihrer Erkrankung umgeht, mit euch.

618a884d057ef800132e9b57/61d8162dae58c50013c4bb44

Meine tägliche Motivation trotz Schmerzen - Aktiver Alltag auch mit chronischer Erkrankung
Meine tägliche Motivation trotz Schmerzen

Aktiver Alltag auch mit chronischer Erkrankung

Jeder kennt es: Man hat richtig starken Muskelkater und will gar nicht mehr vom Stuhl aufstehen. Nach einer langen Nacht war man viel zu müde und hat den Snooze-Button einmal mehr gedrückt. Aber nun stell dir vor: Du kannst vor Schmerzen nicht aufstehen und musst von jetzt an dein restliches Leben lang liegen oder auf dem Stuhl sitzen bleiben. 

weiterlesen...

Podcast mit Lynne - Sportverletzungen

Hört in dem Podcast mit Lynne alles zum Thema „Arzt-/Patientengespräch bei Sportverletzungen – Unfall oder krankheitsbedingt?“

618a884d057ef800132e9b57/61d816710bba810012769577

Podcast mit Lynne - Reaktionen

618a884d057ef800132e9b57/61d815eaea00200013cee1da

Gesellschaftliche Akzeptanz - Herausforderungen einer unsichtbaren Krankheit
Gesellschaftliche Akzeptanz - Herausforderungen einer unsichtbaren Krankheit

Wenn Symptome von außen nicht zu sehen sind

Ich bin unsichtbar krank. Ich bin jung, sportlich und es reicht dennoch nicht aus, dass ich jeden Tag mit Schmerzen, Müdigkeit und Einschränkungen zu kämpfen habe - Nein, als chronisch kranker Mensch habe ich auch oft mit Vorurteilen zu kämpfen, muss mich in meinem Bekanntenkreis regelmäßig rechtfertigen und Aufklärungsarbeit leisten.

weiterlesen...

Podcast mit Lynne - Diagnose

Lynne berichtet über Reaktionen aus dem privaten Umfeld: Wie haben meine Eltern/Großeltern auf meine Erkrankung reagiert? Wie geht mein Freund/Partner damit um?

618a884d057ef800132e9b57/61d8158811221b00130c3e7c

Lynne Blog
Hi, ich bin Lynne,

25 Jahre alt und habe Morbus Bechterew!

Vor ungefähr fünf Jahren wurde bei mir nach unzähligen Arztbesuchen die Erkrankung Morbus Bechterew diagnostiziert. Dies ist eine Krankheit des rheumatischen Erkrankungskreises, bei welchem besonders die Gelenke der Körpermitte betroffen sind. Allerdings können auch weitere Gelenke involviert sein - wie in meinem Fall die Schultern oder Zehen.

weiterlesen...

Lynne

HI, ICH BIN LYNNE, 25 JAHRE ALT UND HABE MORBUS BECHTEREW!

Vor ungefähr fünf Jahren wurde bei mir nach unzähligen Arztbesuchen die Erkrankung Morbus Bechterew diagnostiziert. ...

Biogen-146451