Bewusst und aktiv leben mit Psoriasis-Arthritis

Die Psoriasis-Arthritis (PsA) ist eine chronische Erkrankung, bei der sowohl Gelenkentzündungen als auch typische Hauterscheinungen der Schuppenflechte (Psoriasis) auftreten. Durch die medizinische Forschung hat die Behandlung der Psoriasis-Arthritis enorme Fortschritte gemacht. Die meisten Betroffenen können heute weitestgehend beschwerdefrei leben und ihr Leben in vollen Zügen genießen.

Ein ausgewogenes Behandlungskonzept besteht aus vielen Bausteinen. Neben wirksamen Medikamenten zählen zum Beispiel auch Physiotherapie und Ergotherapie dazu. Ihr Arzt stimmt die Behandlung mit Ihnen ab und passt die einzelnen Komponenten an Ihre individuelle Situation an. Basismedikamente, wie etwa Biologika und deren Biosimilars, können die Entzündungsbereitschaft des Körpers senken. Rheuma- und Psoriasis-Schübe treten dann seltener auf und verlaufen meist deutlich milder. Langfristig und konsequent durchgeführt, kann Ihre Behandlung Komplikationen, wie etwa Gelenkschäden, vorbeugen.

Auch Sie selbst können einen großen Beitrag leisten, um positiv auf Ihre Psoriasis-Arthritis einzuwirken und Ihre Lebensqualität zu steigern:

  • Profitieren Sie von den positiven Effekten von Sport und Bewegung. Wie Sie Ihre körperliche Fitness erhalten und weiter verbessern, lesen Sie hier.

  • Integrieren Sie eine vollwertige Ernährung in Ihren Alltag, um sich vitaler zu fühlen und möglichen Erschöpfungszuständen (Fatigue) entgegenzuwirken. Hier erfahren Sie mehr.

  • Auch mit Kreativität können Sie Einschränkungen im Alltag begegnen und so Ihre gewohnten Aktivitäten beibehalten. Hier geht’s zu den Tipps.

10 Fakten zu Psoriasis-Arthritis

Etwa 20–30 %
der Patienten, die an einer Psoriasis leiden, entwickeln auch eine Psoriasis-Arthritis. Häufig tritt diese erst Jahre oder sogar Jahrzehnte später auf.

10 Jahre
liegen im Schnitt zwischen den ersten Hautsymptomen und dem Auftreten der ersten Gelenkentzündungen.

Vielfältige Symptome
sowie oftmals unauffällige Röntgenbilder und Laborbefunde erschweren die Diagnose Psoriasis-Arthritis gerade zu Beginn der Erkrankung.

Hauptverdächtige: genetische Faktoren
Der genaue Zusammenhang zwischen Psoriasis und Psoriasis-Arthritis ist noch nicht geklärt. Genetische Faktoren scheinen allerdings eine große Rolle zu spielen.

Zwischen 45 und 55 Jahre alt
sind die meisten Patienten beim ersten Auftreten der Psoriasis-Arthritis. Grundsätzlich kann die Krankheit jedoch in jedem Alter ausbrechen.

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Frauen und Männer erkranken gleich häufig an Psoriasis-Arthritis.

Häufig betroffene Gelenke
sind einzelne Finger- oder Zehengelenke bzw. alle Gelenke und Sehnen eines Fingers oder Zehs.

Begünstigende Faktoren:

  • Genetische Veranlagung
  • Stress, Alkohol, Rauchen und Übergewicht
  • Hormonelle Umstellungen
  • Bestimmte Medikamente, z. B. Betablocker gegen Bluthochdruck
  • Forscher vermuten, dass auch Infektionen eine Psoriasis-Arthritis auslösen können.

Asymmetrische Schwellungen
sind typisch für die Psoriasis-Arthritis. Bevorzugt sind einzelne Finger- oder Zehengelenke betroffen. Die Symptome ähneln zuweilen einer Gicht.

Die 3 Formen der Psoriasis-Arthritis

  • Peripher asymmetrischer Typ: einseitige Entzündungen der Zehen- oder Fingergelenke
  • Peripher symmetrischer Typ: häufig Entzündungen in den größeren Gelenken beidseitig
  • Axialer Typ (sehr selten): Entzündungen an der Wirbelsäule oder dem Kreuz-Darmbein-Gelenk

Erfahren Sie, wie Sie mit Entspannung und Bewegung die Hautheilung unterstützen.

Zeit für Zärtlichkeiten – dank selbstbewusstem Umgang mit einer Haut-Erkrankung.

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