Das Leben unbeschwert genießen mit rheumatoider Arthritis

Die rheumatoide Arthritis (RA), die auch Gelenkrheuma genannt wird, ist eine chronische Erkrankung, bei der sich die Gelenke entzünden und anschwellen können. Dank moderner und innovativer Therapiemöglichkeiten sind schwere Verläufe und Komplikationen selten geworden. Heute können Sie als Betroffener Ihr Leben weitestgehend aktiv und ohne große Einschränkungen genießen.

Ihr Arzt kann die Therapie Ihrer individuellen Situation anpassen und mithilfe sogenannter Basistherapeutika die Auslöser der Erkrankung gezielt beeinflussen. Diese Medikamente, zu denen auch bestimmte Biologika gehören, können die Entzündungsbereitschaft des Körpers dauerhaft senken. Akute Krankheitsphasen, sogenannte Rheuma-Schübe, treten dann seltener auf und verlaufen in der Regel wesentlich milder. Langfristig und konsequent durchgeführt, kann eine Basistherapie außerdem Komplikationen, wie etwa Gelenkschäden, vorbeugen. 

Auch Sie selbst können maßgeblich dazu beitragen, den Verlauf positiv zu beeinflussen:

  • Um sich vitaler zu fühlen und Erschöpfungszuständen (Fatigue) entgegenzuwirken, können Sie zum Beispiel eine vollwertige Ernährung in Ihren Alltag integrieren.

  • Regelmäßige, gelenkschonende Bewegung, wie gezielte Gymnastik, Schwimmen oder Radfahren, kann dazu beitragen, Ihre Beweglichkeit zu erhalten oder sogar zu steigern.

  • Praktische Haushaltshelfer, wie Anziehhilfen oder spezielle Dosenöffner und Bestecke, können Ihnen bei Bedarf alltägliche Tätigkeiten, wie Greifen, Tragen und Bewegen, erleichtern. Hier erfahren Sie mehr!

10 Fakten zur Rheumatoiden Arthritis

Rheuma = über 100 Erkrankungen
Rheumatoide Arthritis (med.: Polyarthritis) ist nur eine von vielen Erkrankungen, die umgangssprachlich Rheuma genannt wird.

Etwa 550.000 Erwachsene
in Deutschland haben rheumatoide Arthritis (ca. 1 % aller Erwachsenen).

♀ > ♂
Frauen sind 3x häufiger betroffen als Männer.

50 %
der Betroffenen unter 65 Jahren mit rheumatoider Arthritis sind erwerbstätig.

Auch bei Kindern
0,01 % der Neuerkrankungen betreffen das Kindes- und Jugendalter (juvenile idiopathische Arthritis).

Mobilität und Unabhängigkeit
können heute durch moderne und innovative Therapien erhalten werden.

Häufig betroffene Gelenke
Besonders kleine Gelenke: Fingergrundgelenke, Fingermittelgelenke, Zehengrundgelenke; besonders im Alter auch an größeren Gelenken einer Seite: Handgelenk, Knie oder Schulter

Als Ursache
wird ein fehlgesteuertes Immunsystem vermutet, das die innere Gelenkhaut angreift. Dadurch entstehen schmerzhafte Entzündungen und Schwellungen, die in sogenannten Rheuma-Schüben auftreten.

Typisch für rheumatoide Arthritis
Betroffene haben nach dem Aufstehen oft für längere Zeit steife Finger und können schlecht zugreifen. Ursache sind Schwellungen mehrerer Gelenke oder harte Knoten unter der Haut (sog. Rheuma-Knoten).

Was begünstigt eine rheumatoide Arthritis?

  • Alter (typischerweise zwischen 50 und 70 Jahren)
  • Genetische Veranlagung
  • Rauchen und Übergewicht

Hilfreiche Tipps für Ihre Beweglichkeit und eine vollwertige Ernährung.

Hier finden Sie Unterstützung und praktische Hilfsmittel für den Alltag.

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