Was ist die nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis

Hinter dem Fachbegriff der nicht-röntgenologischen axialen Spondyloarthritis verbirgt sich eine entzündliche Veränderung der Wirbelsäule, die in Schüben verläuft. Man kann diese als Vorstufe der röntgenologischen axialen Spondyloarthritis bezeichnen, da hier – wie der Name schon besagt – noch keine strukturellen Veränderungen in den Röntgenaufnahmen sichtbar sind. Nicht jede nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis muss sich aber zu einer ankylosierenden Spondylitis weiterentwickeln. Dank moderner Diagnostik wird die Erkrankung zunehmend früher erkannt, sodass Sie als Betroffener von einer frühzeitigen Therapie profitieren können. Das steigert Ihre Lebensqualität und Sie können Ihrem Tatendrang weiterhin aktiv nachgehen.

Damit Ihre Beschwerden wirkungsvoll gelindert werden, können neben den schmerz- und entzündungshemmenden Wirkstoffen auch sogenannte krankheitsmodifizierende Antirheumatika wie Biologika und deren Biosimilars zum Einsatz kommen. Die Wirkstoffe beeinflussen gezielt die Entzündungsprozesse in Ihrem Körper. Entzündungsschübe treten seltener auf, gestresstes Gewebe erholt sich und Ihre Beschwerden können spürbar und nachhaltig gelindert werden. So kann der Verlauf Ihrer Erkrankung langfristig positiv beeinflusst werden.

Auch Sie selbst können sich viel Gutes tun:

  • Bleiben Sie aktiv. Immer wieder betonen Experten, wie wichtig gezieltes Training für Ihren Rücken ist. Ob im Wasser oder im Trockenen, zu Hause oder unter professioneller Anleitung – finden Sie einen Weg, der Ihnen Spaß macht und bleiben Sie dabei.

  • Gemeinsam fällt es leichter. Finden Sie zum Beispiel einen regelmäßigen Termin mit Gleichgesinnten, an dem Sie Sport treiben, gemeinsam lachen und sich austauschen.

  • Schaffen Sie die Rauchentwöhnung, da Rauchen einen negativen Einfluss auf Ihre Krankheitsaktivität haben kann. Nehmen Sie spezielle Raucherentwöhnungsprogramme in Anspruch und lassen Sie sich durch professionelle Trainer und Ärzte unterstützen.

10 Fakten zur nicht-röntgenologischen axialen Spondyloarthritis

Axial = die Wirbelsäule betreffend
Genauer die Gelenke zwischen den einzelnen Wirbelkörpern. Der Begriff Spondylus kommt aus dem Griechischen und bedeutet Rückenwirbel.

MRT
Anders als bei der ankylosierenden Spondylitis liefert bei der nicht-röntgenologischen axialen Spondyloarthritis nicht das Röntgen, sondern eine Magnetresonanztomographie (MRT) entscheidende Hinweise für die Diagnose. In den hochaufgelösten Bildern werden entzündliche Veränderungen sichtbar.

Typische Symptome
Entzündlicher Rückenschmerz vor allem im unteren Bereich der Wirbelsäule ist typisch für die Erkrankung. Hinzu kommen Symptome, die meist schleichend beginnen und sich bei Bewegung statt in Ruhe bessern. Auch nächtlicher Schmerz durch das ruhige Liegen ist charakteristisch.

Bei 5 %
der Menschen mit chronischen Rückenschmerzen steckt eine ankylosierende Spondylitis dahinter.

♂ = ♀
Neueste Erkenntnisse belegen: Wegen des milderen Verlaufs bei Frauen wird die Erkrankung bei ihnen seltener und zum Teil erheblich später erkannt, obwohl sie genauso häufig betroffen sind wie Männer.

Im Alter von 20–30 Jahren
treten im Durchschnitt die ersten Symptome auf.

Unauffälliges Röntgenbild
Starke Rückenschmerzen ohne Veränderungen im Röntgenbild sind typisch. Ein MRT kann Veränderungen sichtbar machen. Sind knöcherne Veränderungen im Röntgenbild sichtbar, liegt eine andere Form der axialen Spondyloarthritis vor.

Experten auf Spurensuche
Menschen mit einer nicht-röntgenologischen axialen Spondyloarthritis haben oft ein bestimmtes genetisches Merkmal: das sogenannte HLA-B27. Es kann im Blut nachgewiesen werden und scheint die Erkrankung zu begünstigen. Ebenso ist in der Regel der CRP-Wert erhöht, der ein Anzeichen für eine Entzündung ist.

Das Immunsystem spielt verrückt
Bei der axialen Spondyloarthritis richtet sich das Immunsystem gegen die Wirbelgelenke. Die Abwehr des Körpers unterscheidet dann nicht mehr korrekt zwischen fremden und eigenen Zellen und verursacht Entzündungen im eigenen Körper.

Kraft für Rücken und Rumpf
Heutzutage sind Experten sich einig, dass gezielte Bewegung Schmerzen lindert. Empfehlenswert ist ein Mix aus Kraftübungen, Ausdauersport, Dehnung und Stabilitätsübungen.

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