Aufrecht und aktiv mit ankylosierender Spondylitis

Die ankylosierende Spondylitis (AS, auch Morbus Bechterew) ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die chronisch verläuft. Sie betrifft die Wirbelsäule und wird daher auch versteifende Wirbelentzündung genannt. Besonders wenn sie frühzeitig erkannt wird, können moderne und innovative Therapien den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen. Heute können Sie als Betroffener Ihr Leben weitestgehend aufrecht und aktiv genießen.

Neben einer wirkungsvollen Schmerztherapie kann Ihr Arzt Ihnen sogenannte Basistherapeutika verordnen. Diese Medikamente, zu denen auch Biologika und deren Biosimilars gehören, können gezielt die Auslöser der Erkrankung beeinflussen. Sie bewirken, dass Entzündungsschübe seltener auftreten und in der Regel wesentlich milder verlaufen. Langfristig und konsequent durchgeführt, kann eine Basistherapie außerdem Komplikationen, wie etwa einer Versteifung der Wirbelsäule, vorbeugen.

Auch Sie selbst können maßgeblich dazu beitragen, Ihre Mobilität zu erhalten und Ihre Lebensqualität zu steigern:

  • Sie wollen Ihre Beweglichkeit erhalten und weiter verbessern? Mit regelmäßiger, rückengerechter Bewegung unterstützen Sie Ihren Körper dabei.

  • Wie Sie sich trotz einer rheumatischen Erkrankung vital fühlen und Ihr Normalgewicht halten: Eine vollwertige, vitaminreiche Ernährung trägt maßgeblich dazu bei.

  • Liebe und Partnerschaft liegen Ihnen am Herzen? Tipps, mit denen Sie intime Stunden unbeschwert genießen können, finden Sie hier.

10 Fakten zur ankylosierenden Spondylitis

Chronische Rückenschmerzen
zählen zu den großen Volkskrankheiten. Rund 7 Millionen der Deutschen leiden unter schweren chronischen Rückenschmerzen.

350.000 Menschen
in Deutschland haben ankylosierende Spondylitis. Das entspricht etwa 5 % der Menschen mit schweren chronischen Rückenschmerzen.

Typische Symptome
Rücken- und auch Gesäßschmerzen, die auch in Ruhe und besonders in der zweiten Nachthälfte auftreten. Dazu kommen oft Nachtschweiß, Fersen- und Hüftschmerzen. Auch Augenentzündungen treten bei ankylosierende Spondylitis häufiger auf.

♂ = ♀
Neueste Erkenntnisse belegen: Wegen des milderen Verlaufs bei Frauen, wird die Erkrankung bei ihnen seltener und zum Teil erheblich später erkannt, obwohl sie genauso häufig betroffen sind wie Männer.

Beginn
Ankylosierende Spondylitis tritt meist zwischen dem 20. und 35. Lebensjahr auf. Ist keine familiäre Belastung bekannt, vergehen bis zur Diagnose im Durschnitt 5–14 Jahre.

Typisch ankylosierende Spondylitis: Anlaufschmerz
Besonders nach dem Aufstehen und nach längeren Ruhephasen fällt Betroffenen anfangs jede Bewegung besonders schwer.

Bewegung hilft!
Physiotherapie ist ein zentrales Therapieelement. Vor allem (angeleitete) Rückwärtsneigungen der Wirbelsäule entlasten und tun gut.

Das Immunsystem spielt verrückt
Wie bei anderen entzündlichen Erkrankungen reagiert das Immunsystem zu stark. Es bilden sich Antikörper gegen körpereigenes Gewebe und rufen Entzündungsreaktionen an Wirbelkörpern und Bandscheiben hervor.

Was begünstigt ankylosierende Spondylitis?

  • Genetische Veranlagung: Das Erkrankungsrisiko für Träger des sogenannten Gen HLA-B27 liegt bei 4–15 %
  • Rauchen und Übergewicht gelten als statistisch belegte Risikofaktoren.
  • Forscher vermuten, dass auch Infektionen und extremer Stress eine ankylosierende Spondylitis auslösen können.

Knochen stärken
Kalziumreiche Ernährung und tägliche Kurzaufenthalte im Freien können die Vitamin-D-Produktion im Körper ankurbeln. Das trägt dazu bei, einer Osteoporose (Knochenschwund) vorzubeugen.

Hilfreiche Tipps für Ihre Beweglichkeit und eine vollwertige Ernährung.

So finden Sie die richtige (Ein-) Stellung für unbeschwerte intime Stunden.

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